Baran Tekin — ai security

Akte 08

Regulierung & Governance

Der EU AI Act verlangt keine Wunder, sondern nachweisbare Sorgfalt. Die eigentliche Arbeit liegt in der Übersetzung: vom Gesetzestext zur Systemarchitektur und zurück.

Was der AI Act wirklich verlangt

Der AI Act sortiert KI-Systeme nach Risiko. Verboten ist wenig, entscheidend ist die Kategorie Hochrisiko: Systeme, die über Menschen entscheiden oder kritische Infrastruktur steuern. Für sie gilt ein Pflichtenkatalog aus Risikomanagement, Daten-Governance, Dokumentation, Protokollierung, menschlicher Aufsicht und Robustheit.

Zwischen Paragraf und System

Juristen lesen Pflichten, Ingenieure bauen Systeme, und dazwischen entsteht das meiste Risiko: Anforderungen, die niemand in Architektur übersetzt, und Architekturen, die niemand nachweisbar macht. Diese Akte arbeitet an genau dieser Schnittstelle, in beide Richtungen.

Sorgfalt, die man zeigen kann

Wer sauber dokumentiert, seine Daten im Griff hat und Aufsicht ernst meint, erfüllt den Großteil der Pflichten schon heute. Der Rest ist Systematik: Nachweise so führen, dass eine Prüfung sie versteht, und Sicherheitstests so, dass sie als Beleg taugen statt als Anekdote.

Beiträge in dieser Akte 00

> akte angelegt, die ermittlung läuft … erste protokolle folgen im Journal.